24.02.12
Dem Magus im Norden
brachten mich zum Kreuz des
Südens, weiter, himmelwärts,
bis ich Löwe Heu ess.
Wer nichts fühlen kann berührt,
bis durchdringt Erkenntnis
die zur letzten Wahrheit führt
Leben, Wort, Verständnis.
Samen sinkt in stummes Land
schreibt Natur, Geschichte,
Buch der Bücher zeugt die Hand -
Ursprung der Gesichte.
19.11.10
Johannes 14,2-3
Aber noch ist sein Sohn damit beschäftigt zu putzen, die Betten zu beziehen und das Essen vorzubereiten. Danke Jesus!
13.01.09
Nur für Lachwillige
Hab neben vielen alten und einigen "naja..." auch einige richtig geniale Mennonitenwitze gefunden. Wer auch die andern sehen will muss in Facebook der Gruppe: "Kiss Me, I´m Mennonite" beitreten.
- Why don't Mennonite go to the Orchestra?
They heard that they have sax and violins.
- What's a Mennonite husband's idea of foreplay?
"Mumptya, shlappst?"
- If two mennonites get divorced, are they still cousins?
- What do you call a Mennonite meal time?
Menno pause
- What do you get when you cross an Mennonite and a japanese car?
A Toyoder
- Why do Mennonites fly economy class on airplanes?
Because they're not allowed in the baggage compartment
- Why do Mennonites have black & white TVs?
To see the world the way it really is.
07.12.08
12.11.08
Heiliger Türke
Drei Tage später erzählt mir jemand die andere Seite der Geschichte. Unser Gemeindeglied hat sich später bei ihrer alten Mutter beschwert, warum sie nicht gerufen wurde. Daraufhin die schlaue Oma: "Oh, ich dachte er ist dein Türke!" (Wörtlich übersetzt). Zur Erklärung: Türken werden die Kassierer genannt, die von Haus zu Haus fahren und alte Rechnungen und Schulden eintreiben. Kein Mensch kennt hier einen echten Türken persönlich.
Gestern klingelte das Telefon. Ich sag "Hallo?" und werde daraufhin gefragt: "Heiliger Lazarus?" Ich vermute das es sich um den Namen eines Hospitals handelt und verneine. Hätte ich doch nur gesagt: "Nein, heiliger Robert." Aber sowas fällt einem immer erst im Nachhinein ein.
21.06.08
Nacht der treibenden Feuer
Gott sei Dank werden die Jugendlichen aber auch in der Stadt nicht verbrannt werden. Das machen wir heute nicht mehr miteinander. Nur Puppen werden heut Nacht hier verbrannt. Viele. Lebensgroße. Judas werden sie genannt und ähneln meist einer Person der Öffentlichkeit von der sich Leute verraten fühlen. In diesem Jahr sehen viele dem Noch-Präsidenten ähnlich. Und der widerrum ist ja angeblich ein Sympatisant der Mennoniten. Womit sich mal wieder ein Kreis fünfhundertjähriger Geschichte schließt. Schade dass in der Reformationszeit diese Tradition noch nicht so weit entwickelt war, dass man anstelle der Täufer einfach Puppen nach ihrem Bilde verbrannt hätte. Aber wer weiß, ob dann mit den Puppenfeuern nicht auch das Glaubensfeuer zu schnell erloschen wäre und ich heut garnicht hier sitzen würde, inmitten der Nacht der treibenden Feuer. Und zwar fast ohne warm zu werden.
Wenn euch der Text jetzt etwas abgedriftet erscheint, liegt das nur an den Feuern die da treiben
und treiben
und treiben
07.06.07
Tirol gemischt
Einen Tag hab ich versucht in einem Haiku zusammenzufassen:
mit Kind heißt gehen
über Steinchen stolpern und
auf Berge fliegen
Das Essen im Restaurant des Hallenbades war erstklassig. Das pflichtbewußte Wiener Schnitzel in einer Jausenstation, wo angeblich schon Kaiser Franz und seine Sissi genächtigt hatten, war dagegen mehr Pflicht als bewußt. Na Bravo!
17.04.07
neue Haut
08.12.06
paramilitärische betrachtungen zwischen karlsruhe und basel
eigentlich wollte ich ein bild in mein profil einfügen und hab mich viel, viel zu lange und fruchtlos mit dem mangel an kombatibiltät (schön militärisch das fremdwort) zwischen hello und blogger herumgeschlagen. dafür jetzt wieder einige gehirnblähungen, die ich während einer ice-fahrt von karlsruhe nach basel verschriftlichen musste.
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Dort liegt er wieder, der Schwarzwald. Dabei verdient er von hier aus diesen Namen überhaupt nicht. Grauwald eher, durch den Smog. Das wird doch kein Nebel sein, um halb drei Mittags! Nein, da sind eher die kleinen Herbstblattfeuer in den badischen Hinterhöfe schuld, in denen kein selbstgedrucktes Schild „Räuchern verboten“ verkündet. Wir sind ja schließlich nicht in Schwaben.
Oder Beigewald. Stimmt aber nur im Herbst, wenn gelbe Weinreihen die Vorhügel wie frisch gekämmte, blonde Schulbuben erscheinen lassen. Weiter hinten, rotbraungelockt, der Wald. Leicht angerostet, dieser Schwarzwald. Bräuchte dringend eine Generalüberholgung. Aber der Schutzwal gegen französisches Flachländertum ist heute eh nicht mehr, was er mal war. Zwar wirkt der Streifen zwischen Rhein und Schwarzwald an manchen Stellen immer noch wie Niemandsland, in dem kleine Örtchen sich seit Jahrhunderten wundern, warum sie nicht in einem Tal stehen. Eine Schutzzone, in der die befürchtete, herandonnernde Flut gallischer Lebensfreude und Oberflachlichkeit ihre Kraft verlieren soll, bevor sie am massiven Ernst deutscher Kuckucksuhren zerschellt. Und doch …
Alles im Schwarzwald ist Literatur. Wo jedes Blatt Hesse atmet und jeder Stamm dermaleinst mit der Bild bedruckt wird. An den kleinen Siedlungen entlang der Murg kann man noch das ganze Universum menschlicher Irrwege im überschaubaren Rahmen eines Tales analysieren. Hier findet man es noch, das Allgemeine im Singulären, den Weltschmerz in jedem einsamen Bierglas.
Kurzer Halt des ICE in Freiburg, von dem man nicht so recht weiß, ob es noch französisch-katholisch oder schon deutsch-katholisch sei. Zu Zeiten des Münsterbaus wurden hier dem flachen Spott über die Geistlichkeit noch stolzer Ausdruck an der Kirchenwand verliehen, wo aus des Pöbels Sitzfleischmitte sich das Regenwasser über den Klerus ergießt. Heute Residenz des ranghöchsten Grünen-Politikers. Eine Partei, die immerhin mal einen Außenminister stellte. Während dem Kosovo-Krieg war das, glaub ich. Und so ein Grüner am Rande des Schwarz-waldes - wenn das nicht Zeichen republikanischer Verflachung sind!
Und dann, Basel. Angekündigt zuvor durch blaue Männchen, die mit stoischem Blick und einsteckender Dienstwaffe durch den Zug geistern und nur aus diskreten Augenwinkeln blitzschnell meinen Labtop scannen. Ungefährlich, darf passieren. Hätte ich fragen sollen: „Verstehst du auch, was du liesest, mein Sohn?“
Vor Basel fürchte ich mich fast. Manche Städte können ja auch in der Schweiz ganz nett sein. Obwohl der Schweizer Schwarzwald noch höher ist, als der deutsche. Sie nennen ihn Alpen, nur damit er im Gebirgslexikon noch vor den Anden kommt. Und aus gleichem Geiste haben sie der deutschen Sprache die Großschreibung aller Adjektive aufgezwungen, die auf –er enden, so dass man jede adjektivische Erwähnung ihrer Nation mit gebührendem orthographischen Respekt verzeichne.
Aber all das ist nicht der Grund meiner Furcht. Vielmehr kenne ich Basel bisher halt nur vom Auto her. Da ist das wohl verständlich. Wirkt diese „Stadt“ auf den geneigten Autofahrer doch, als hätte man sich in einen der berühmten, ungezählten S(!)chweizer Bunker verirrt und kommt nie mehr heraus, bevor man nicht seine Strafe bezahlt und als Zeichen dafür sich dieses kleine grüne Zettelchen an die Windschutzscheibe klebt. Und ohne einen S(!)chweizer Franken – das Geld haben sie also doch von den Franzosen, wie auch die Republik; da hilft kein „Wer hat’s erfunden“ rufen – in der Tasche, irrt man so durch diese Katakomben und fürchtet sich, Saddam Hussein zu begegnen, oder Jing und Jang, den zwei koreanischen Tyrannen. Oder Georg Busch und wie diese ganzen Militärdiktatoren noch heißen.
30.11.06
so fängt es also an
aber jetzt, spät abends auf dem bienenberg, keine andere alternative mehr die letzten vorbereitungen für das morgige konfliktseminar aufzuschieben, hat es geklappt und e-world ist um die möglichkeit bereichert, meine seelischen ergüsse zu ignorieren, zu übersehen, wegzuklicken, zu kritisieren - ach sind wir mal wieder schön pessimistisch.
jetzt wo schon freunde von mir - denen ich abspreche soviel jünger zu sein - einen vielbeachteten blog haben, muss ich wohl auch mal dran. weiß nur noch nicht, wie das mit dem ton so werden soll. wenn wir nächstes jahr in paraguay sind, wird das ja vielleicht ein mittel mit allen hier in verbindung zu bleiben. da muss man halt schon mal üben. obwohl wir dann bestimmt was solides brauchen und nich son rumgelaber hier. aber nicht alles was ernst endet muss auch so anfangen und zwischendurch kann ich so gelegentlich mein gehirn lüften.
schlaf gut, nimmermüder cyberspace. was jetzt zu der frage führen könnte, ob selbigem raum noch andere göttlichen eigenschaften zu eigen sind (vgl. psalm 121,4). aber so weit wollen wir nicht gehen, sondern lieber ins bett.
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