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06.08.09

Schräger als Fiktion


war das Ende dieses wunderschönen Mittwochs. Was für ein genialer Film, indem die vom Perfektionismus geforderte Unausweichlichkeit des Todes dadurch hintergangen wird, das zwei Menschen ebend diesen Perfektionismus durch Lebensfreude und Liebe ersetzen. Sowie durch eine Opferbereitschaft und Hingabe, die selbst in der allwissenden Autorin seines Schicksals die Barmherzigkeit weckt. Wunderschön!! Und wahrlich schräger als Fiktion.

25.02.09

Vielen Dank!

für die vielen Gebete. An der objektiven Situation ändert sich noch viel zu wenig, aber immerhin ganz kleine Schritte gibt es. Positive und andere. "Larisa" ist jetzt entschlossen sich auch mit Waffengewalt zu wehren, was mich nicht unbedingt zuversichtlicher macht. Aber ihr Haus ist etwas besser gesichert. Und sie hat gespürt das viele für sie beten und das die Gemeinde hinter ihr steht. Das ist für sie auch was besonderes...

Ich hoffe es hat euch nicht zusehr genervt, dass ich in den letzten Posts zusehends meine Distanz als Chronist verloren habe. Soll wieder anders werden. Normalerweise half mir das Blog-schreiben gerade auch um mich von Problemen zu distanzieren, deren Lösung ich nicht habe und auch nicht haben kann. In diesem Fall hat mich die Verwicklung und Verzwicktheit des Ganzen so mitgenommen, das ein oder zwei Posts nicht reichten. Muss wohl erst ein Buch schreiben. Dagegen wird aber dann G.G. Marquez noch sehr realistisch wirken...

Apropó Marquez: Wer sich in die Welt hier etwas mehr reinfühlen will, dem kann ich echt seine Bücher empfehlen. Nur muss man sie nicht als fantastisch abtun, sondern als objektive Berichte lesen. Z.B. "Chronik eines angekündigten Todes" oder "Hundert Jahre Einsamkeit". Die "Liebe in Zeiten der Cholera" ist gerade ganz wunderbar verfilmt worden.
Er spielt zwar im Gegensatz zu unsrer Realität hier in der Oberschicht und Paraguay fehlt natürlich auch das karibische Etwas, aber eine Ahnung vom Psychogramm der Gesellschaft kriegt man trotzdem.

07.06.07

Tirol gemischt

Schöne Ferien in Tirol, im Alpbachtal gehabt! Trotz oder gerade wegen gemischter Wetterlage. Wenn man plötzlich viel Zeit für die Kinder hat, fragt man sich manchmal, wo denn nun die erhofte Erholung bleibt. Aber am Ende dann doch die Erkenntnis: Ich habe mich erholt, sogar prächtig. Schon merkwürdig das! Die Höhepunkte aus Sicht der Kinder waren der verregnete Tag an dem wir einen von zu Hause mitgebrachten Dinofilm geschaut haben, das Hallenbad gegenüber, das Silberbergwerk und die Bergbahnfahrten. In dieser Reihenfolge! Die interessante lange Wanderung wird in Erzählungen kaum erwähnt.

Einen Tag hab ich versucht in einem Haiku zusammenzufassen:

mit Kind heißt gehen
über Steinchen stolpern und
auf Berge fliegen

Das Essen im Restaurant des Hallenbades war erstklassig. Das pflichtbewußte Wiener Schnitzel in einer Jausenstation, wo angeblich schon Kaiser Franz und seine Sissi genächtigt hatten, war dagegen mehr Pflicht als bewußt. Na Bravo!

14.03.07

crash

Einfach zu empfehlen! Hab "L.A. Crash" schon vor längerer Zeit mal gesehen und dann jetzt Montag mit einer Jungens- Teenie- Gruppe. Hätte vorher nicht gedacht, dass er tatsächlich ab 12 ist, aber ist so. Bin trotzdem froh, dass die Jüngsten unter uns 15 waren. Der Film hat es nicht nötig, die allgegenwärtige Gewalt groß ins Bild zu rücken, dafür liegt sie in fast jedem Satz der gesprochen wird. Verstörend und erschreckend - aber eben auch nicht sich an der negativen Gesellschaftsanalyse berauschend. Eine Kernaussage: Rassismus steckt in jedem von uns. Der Film bleibt nicht dabei stehen, zu zeigen warum das so ist: schlechte Erfahrungen, Veralgemeinerungen, Vorurteile. Er zeigt auch, dass Menschen sich ändern können. Und zwar manchmal dann wenn sie a) eine zweite Chance bekommen - oder b) plötzlich von einem dieser "Fremden", dieser "Anderen" vor dem Absturz bewahrt und gehalten werden - und c) wenn ein Wunder geschieht!

Es gibt in dem Film kaum Einteilung in Gute und Böse, auch wenn es am Anfang so aussieht. Der "Böse" wird nicht sympathisch, aber ansatzweise verständlich. Der wohlmeinende blonde Saubercop vom Anfang entdeckt, dass wohlmeinend nicht ausreicht um richtig zu Handeln.

Und mitten in den vielen Geschichten die der Film miteinander verwebt die Frage: "Wo ist dein Bruder?" Und als dieser dann später tot aufgefunden wird die Anklage: "Du bist schuld. Weil Du Deinen Bruder nicht gesucht hast." Kain und Abel lassen grüßen, wenn auch mit einem sehr sympathischen, "unschuldigen" Kain.

Fazit: Gewalt lauert vor der Tür, wo ich meinem Bruder nicht mehr in die Augen schaue. (1.Mose 4,5-7)
2. Fazit: Auch mitreißend spannende Filme können gut sein.

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